Sonja Kubina-Labs Friseurmeisterin Solo Friseure
Wie Unternehmerinnen der Corona Krise trotzen

Wohlfühlatmosphäre – neue Sichtweisen entdecken

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Friseurmeisterin Sonja Kubina-Labs

„Ich wollte ein Zuhause finden,“ beschreibt Sonja Kubina-Labs ihre Suche nach den passenden Räumen für ihren Frisiersalon. Das hektische Arbeiten in großen Salons hat die Friseurmeisterin aus Bielefeld bewusst hinter sich gelassen, als sie vor drei Jahren in die Selbständigkeit startete. Als SOLO Friseurin verwirklichte sie den Traum vom eigenen Salon und feierte Anfang 2020, im Herzen der Bielefelder Altstadt, am Klosterplatz, ihre Neueröffnung. Dass der kleine Laden maximal Platz für zwei Arbeitsplätze bot, kam ihr gelegen. „Ich wollte gerne kleiner arbeiten und mir und meinen Kundinnen einen Raum mit Wohlfühlatmosphäre schaffen.“ Unaufgeregte Farben, gedämpfte Musik und ein behagliches Interieur schafften den Rahmen, für eine entspannte Kopfbehandlung bei der Friseurmeisterin aus Bielefeld.

Vollbremsung auf der Beschleunigungsspur

Es lief von Anfang an gut, für Sonja Kubina-Labs. Ihr Kundinnen Stamm wuchs schnell. Der kleine Friseursalon wurde zum Geheimtipp. Dann kam die Corona Pandemie und mit ihr der 1. Lockdown. Die Schließung des Salons über einen Zeitraum von mehreren Wochen glich einer Vollbremsung auf der Beschleunigungsspur. Erfreulich, dass mit Wiederöffnung am 4. Mai 2020 die Kundinnen rasch wiederkamen. „Ab da gab es kein Halten mehr. Zu den Stammkundinnen kamen dann noch Neukunden. Das ist schon toll,“ freut sich die Friseurmeisterin.

Video Interview mit Friseurmeisterin Sonja Kubina-Labs

Mit Anforderungen zu kämpfen

Die Zeit des Lockdowns nutzte die dreifache Mutter für sich auf eine sehr persönlich Weise. Der Wunsch sich weiter zu entwickeln und mit den vielfachen Herausforderungen im privaten und beruflichen Kontext besser zurecht zu kommen, motivierte sie dazu ein Coaching zu beginnen. „Aufgrund des Lockdowns hatte ich privat mit den Anforderungen zu kämpfen, die z. B. das Homeschooling, an mich stellt.“ Schnell realisierte sie:

“Das habe ich unterschätzt. Mir wird jetzt erst klar, was Homeschooling mit drei Kindern eigentlich heißt.“

Die Coaching Gespräche tun ihr gut. In Situationen, in denen sie zuhause schneller an ihre Grenzen kommt, erinnert sie Gespräche aus dem Coaching: „ich kann jetzt immer öfter anders damit umgehen.“

Neue Sichtweisen entdecken

Auch berufliche Fragen treiben Sonja Kubina-Labs im aktuellen Lockdown um: „Wie komme ich damit zurecht gar nicht zu arbeiten und dann aber auch wieder zu arbeiten.“ Es hilft ihr, sich darüber mit ihrer Coaching Partnerin auszutauschen und sie genießt die Gespräche, in denen sie ihre Gedanken frei teilen kann, um für sich neue Sichtweisen auf die Dinge zu entdecken. Wichtig ist ihr dabei, sich auf die eigene Intuition zu verlassen und: „auf mein Bauchgefühl zu schauen, welche Bedürfnisse ich habe.“ Hilfreich sei es da auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen zu können, um den Input zu bekommen, den jede Frau für die jetzige Krisensituation benötige. Ihr selbst gehe es gut befindet Sonja Kubina-Labs und ihr Wunsch an die Zukunft wirkt bescheiden und entspricht ihrer authentischen Ausstrahlung: “Einfach wieder Arbeiten zu dürfen.”


Krisen sind Chancen. Was sich leicht sagen lässt, ist im harten Alltag der Corona Pandemie kein einfaches Unterfangen. Flexibilität und Kreativität sind gefragt, wenn es darum geht neue Wege zu gehen und vor allem braucht es eins: Durchhaltevermögen. Wir haben uns gefragt, wie Unternehmerinnen der Krise trotzen und selbständige Frauen aus Ostwestfalen-Lippe um ein Interview gebeten. Wir wollten wissen, welche Einschränkungen Ihnen die Krise bringt, aber auch welche Chancen sie bietet und welche Wünsche sie an eine Zeit nach der Covid-19-Pandemie haben. Die Serie soll selbständigen Frauen Mut machen kreativ zu denken und neue Wege zu finden, um gut durch die Krise zu kommen.

Text, Fotos und Videoredaktion: Michaela Heinze, nette30 Kommunikation für das Frauenbranchenbuch OWL