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FSV Gütersloh: Frauenfußball in langer Tradition

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Frauenfußball: Akzeptiert, aber nicht ernst genommen?

Frauenfußball folgt beim FSV Gütersloh bereits einer langen Tradition. Schon 1984 gründete der FC Gütersloh eine Mädchenfußballabteilung. Die Fußballfrauen wurden schnell zum zweiten Aushängeschild des FC. Im Frühjahr 2009 trennte sich die Abteilung, aufgrund des sportlichen Erfolges. Bereits in der dritten Saison 2011/2012 der Aufstieg in die 1. Frauen Bundesliga. Nicht zuletzt wegen einer zu geringen finanziellen Ausstattung konnte sich die Mannschaft jedoch dort nicht halten und feiert ihre sportlichen Erfolge nun sehr erfolgreich in der 2. Bundesliga.

Frauen auch im Vorstand tätig

Seit 2009 begegnet man auf der Trainerbank einem der wenigen Männer beim FSV: Steffen Enge trainiert zusammen mit Co-Trainerin Britta Hainke und Fitnesstrainerin Katrin Posdorfer die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga. Auch im Vorstand setzt man verstärkt auf Frauen, das Amt der 2. Vorsitzenden hat Eva Hüwe inne, die hauptberuflich im Projektmanagement für das große Unternehmen Miele arbeitet.

 

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Der Erfolgsgarant für den FSV ist die Nachwuchsabteilung. Die Förderung des Mädchenfußballs und die Ausbildung von Spielerinnen im Leistungssport ist dem Verein ein großes Anliegen; die Talentschmiede brachte schon zahlreiche National- und Bundesligaspielerinnen, u.a. Lena Goeßling, aktuell deutsche Nationalspielerin, hervor. Zusätzlich zu dem jährlich stattfindenden Hallenmaster Event, einem der größten Hallenfußballturniere Deutschlands, wird nun ein fester Schulcup für den Kreis Gütersloh organisiert, an dem alle Schulen aus dem Kreis teilnehmen können.

Der aktuelle Hauptsponsor ist die Firma Tönnies, welche auch als Pate für die gleichnamige Arena direkt auf dem Werksgelände steht. Im nächsten Jahr hat sich der FSV Gütersloh das ostwestfälische Unternehmen Beckhoff Automation als Ärmelsponsor gesichert.

„Bei uns spielen die Damen nicht auf einem abgelegenen Nebenplatz, sondern in einem großen Sportstadion, welches Platz für 4252 ZuschauerInnen bietet“

berichtet Tobias Neumann,im Marketing des Vereins tätig, begeistert. Die familiäre Atmosphäre frauenfußball-hm-fsv-lia-colene-wille-02und die beeindruckendeTechnik zur Balleroberung sind zwei wesentliche Punkte, die sich vom Männerfußball unterscheiden. Der Männersport ist eher von einer schnellen Laufleistung geprägt.

Etwas wehmütig sieht er im Kontrast dazu die Vergütung im Männerfußball, welche der bei den Frauen immer noch deutlich hinterher hinkt. Für die Zukunft wünscht er sich, dass auch die großen Unternehmen den Frauenfußball mehr Aufmerksamkeit schenken, beispielsweise Frauen als Markenbotschafterinnen einsetzen, und so die Leistung der Frauen auf dem Platz mehr gewürdigt wird.

 

 

Fotos: Henrik Martinschledde