Wie Unternehmerinnen der Krise trotzen
Auf zu neuen Ufern

Kreative Chronik – Wie Unternehmerinnen der Krise trotzen (Teil I)

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Krisen sind Chancen. Was sich leicht sagen läßt, ist im harten Alltag der Corona Pandemie kein einfaches Unterfangen. Flexibilität und Kreativität sind gefragt, wenn es darum geht neue Wege zu gehen und vor allem braucht es eins: Durchhaltevermögen. Wir haben uns gefragt, wie Unternehmerinnen der Krise trotzen und Netzwerkerinnen in unserer kleinen Serie gebeten drei Fragen zu beantworten. Wir wollten wissen, welche Einschränkungen Ihnen die Krise bringt, aber auch welche Chancen sie bietet und welche Wünsche sie an eine Zeit nach der Covid-19-Pandemie haben. Die Serie soll anderen selbständigen Frauen Mut machen kreativ zu denken und neue Wege zu finden, um gut durch die Krise zu kommen.

Den Anfang machen die Mode Designerin Friederike von Müller aus Bielefeld, Projektberaterin Irene Brunsch aus Paderborn und Gleichstellungsbeauftragte der Arbeitsagentur Bielefeld Diana Glanz.

Zwei Schritte zurück und vier Schritte vor

Friederike von Müller | Puddingtown

Fast Forward – so ließe sich die berufliche Taktung von Friederike von Müller vor dem Ausbruch der Pandemie beschreiben. Dann zwang das Corona Virus die Bielefelder Mode Designerin Ende März in den Ruhemodus. Vier Wochen war ihr Atelier am Rande der Bielefelder Altstadt geschlossen. Nun sind wieder Terminvereinbarungen zur Anprobe und Besprechungen möglich.

Untätig war von Müller in der Zwischenzeit nicht. Ihr ehrenamtliches Engagement für den Zonta Club Bielefeld, der auf die zunehmende Gewalt an Frauen und Kindern aufmerksam macht, erweiterte sie um das Nähen von Mundschutzmasken und Tüchern für den guten Zweck. Die Erlöse aus dem Verkauf der Designer Ware, kommt dem Verein Wildwasser e. V. in Bielefeld zugute.

In der verbleibenden Zeit widmete sich Friederike von Müller einem persönlichen Rückblick auf 50 Jahre ihres Lebens und begann in einer Art Fortsetzungsgeschichte ihre „kreative Chronik“ zu schreiben. „Mit sehr persönlichen Fotos aus ihrem Fundus und einer gehörigen Portion Selbstironie führt uns von Müller durch die 1980er und 1990er Jahre ihrer Studienzeit in Bielefeld und die ersten Jahren in New York. Gemäß ihrer Devise „Zwei Schritte zurück und vier Schritte vor“ läßt sie die Leser*innen auf den sozialen Netzwerken teilhaben an einer Achterbahnfahrt ihrer beruflichen Laufbahn.

Mit der festen Überzeugung, dass jede Krise sich als Chance nutzen und zu etwas Positivem führen kann, wünscht sich Friederike von Müller für die Zukunft ein Umdenken im Anssehen und der Bezahlung der sozial relevanten Berufe.

Verstehen wie Dinge online funktionieren

Irene Brunsch | Projektberatung

Home Office, dass ist für Irene Brunsch nichts Neues. Seit Jahren betreibt die studierte Betriebswirtin ihr Unternehmen im heimischen Büro in Paderborn. Für Kundengespräche hat sie sich in der Innenstadt einen adäquaten Besprechungsraum angemietet, den sie kurz vor der Krise ansprechend modernisiert hatte. Dann kam das Virus und machte alle Pläne für unbestimmte Zeit zunichte.

Ihre geplante Veranstaltungsreihe zum Thema „Cyberkriminalität und Datenschutz im sicheren Umgang mit Kundendaten“ war sorgfältig vorbereitet und landete erst einmal in der Schublade. Stattdessen ergriff Irene Brusch die Chance ihre Kunden über die verschiedenen Fördermöglichkeiten für Unternehmen zu informieren, die vom Land und Bund zur Abmilderung der Folgen der Pandemie zur Verfügung gestellt wurden. Zusätzlich macht sie ihre Kunden auf der Online Ebene fit, berät bei der sicheren Plattformwahl und hält Besprechungen online ab.

Sie rät dazu, mit Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt zu bleiben und die verschiedenen Tools zu testen. Hilfreich sei es, nachzufühlen was momentan wirklich wichtig sei und und zu verstehen, wie die Dinge online funktionieren. Viele Online Konferenz Tools böten die Möglichkeit kostenlose Demoversionen zum Testen zu nutzen. Hilfreich sei es, wenn diese es ermöglichten eigene Notizen festzuhalten, die später abgerufen werden können.

Achtsamkeit ist ein bedeutender Begriff geworden

Diana Glanz | Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Bielefeld

Die Covid-19-Pandemie hat auch den Arbeitsalltag von Diana Glanz komplett verändert. Das persönliche Gespräch und die direkte Beratung in allen Fragen rund um den Arbeitsmarkt der Gleichstellungsbeauftragten der Arbeitsagentur Bielefeld ist der Telefonberatung oder dem Emailaustausch gewichen. Wie in allen kommunalen Bereichen. Individuelle Gespräche zur beruflichen Zukunft sind auf diesem Wege weiterhin möglich.

Achtsamkeit sei für sie in der Corona Krise ein bedeutender Begriff geworden, so Glanz. Sie nähme vieles jetzt bewußter war und genieße die Entschleunigung in einigen Bereichen ihres Lebens. Gleichwohl halte sie sich an die beschlossenen Einschränkungen. So verlaufe der Kontakt im Privatem telefonisch oder über die verschiedenen medialen Kanäle.

Diana Glanz möchte allen Mut zusprechen, und sieht in der aktuellen Situation auch eine Chance „sich neu aufzustellen, sich neue Ziele zu stecken und die ersten Schritte zur Erreichung der Ziele zu gehen.“ Als Gleichstellungsbeauftragte stehe sie unterstützend zur Seite, wenn es mit Blick auf die Verwirklichung der beruflichen Ziele Fragen gäbe: „Kontaktieren Sie mich gerne unter der Telefonnummer 0521- 587 1166 oder der E-Mail-Adresse bielefeld.bca@arbeitsagentur.de.“